Bundeseinheitlicher Medikationsplan

Der eBEM soll primär eine Verbesserung der Arzneimittelinformation von Versicherten sicherstellen. Außerdem soll durch den eBEM die Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) verbessert werden. Die patientenbezogenen Daten des Medikationsplans können durch einen Barcode gescannt werden und mittels eines Primärsystems (in Arztpraxen, Krankenhäuser oder Apotheken) aktualisiert werden. Die AMTS des Versicherten soll durch eine bessere und gemeinsame Informationsbasis aller an der Arzneimittelversorgung beteiligten Akteure besser über die gesamte Medikation erhöht werden. Seit dem 01.10.2016 haben Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen mit mindestens drei verordneten Arzneimitteln den Anspruch auf einen bundeseinheitlichen Medikationsplan in Papierform (§ 31a SGB V). Außerdem haben Versicherte gemäß dem E-Health-Gesetz seit dem 01.01.2018 Anspruch auf eine elektronische Speicherung der Medikationsdaten auf der elektronischen Gesundheitskarte (eGK). Die Nutzung des eBEM ist für die Versicherten freiwillig und löst die Papierversion nicht ab.

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